Alltag (69): „Mama“ als Sammelbegriff

Sprachentwicklung bei Kleinkindern ist ein Themenfeld für sich. So lange man aber das Gefühl hat die Kleinen verstehen zusehends was man sagt, während man selber keine Ahnung hat, was sie so brabbeln ist alles im grünen Bereich.

Mit einem Jahr und acht Monaten umfasst der Wortschatz unseres kleineren Sohnes bisher nur eine handvoll verständlicher Wörter. Zentral für ihn als Zweitgeborenen sind insbesondere beim Essen seine wichtigsten Vokabeln „mehr“ und „auch“. Er sagt auch „tu“, wenn er eine Serviette oder ein Taschentuch wünscht, „tuta“ oder „tatu“ für alle Fortbewegesmittel und „eta“ ist sein Universalverb – so ähnlich wie „mettre“ im Französischen und „put“ im Englischen – aber am meistens hört man aber „Mama“ von ihm.

Wobei „Mama“ der Sammelbegriff für alle ihm vertrauten und wichtigen Bezugspersonen ist. Neben seiner Mutter, sind auch seine Großmutter, seine Tagesmutter und sein Babysitter „Mama“. Aber auch Papa wird gern mal als „Mama“ angesprochen, wohin gegen er „Papa“ meistens nur benutzt, wenn es um seinen größeren Bruder geht. Wir sind also fast alles „Mamas“ und fühlen uns wohl damt.

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